Nachhaltigkeit in der Branche
Chemische Industrie
Sektor: Grundstoffe
KI-generiertes Bild. Tool: Flux AI
Wesentliche Felder der Branche
In jeder Branche gibt es wesentliche Nachhaltigkeitsfelder, Themen und Kriterien. Für die ausgewählte Branche sind die drei wesentlichen Felder:
Wenn Sie sich bezüglich Ihrer Branchenauswahl sicher sind, registrieren Sie sich kostenlos, um die Kriterien einzusehen.
Nachhaltigkeitshebel der Branche
Die Branchenbeschreibung gibt Ihnen eine Vorstellung davon, wo in der jeweiligen Branche wichtige Hebel der Nachhaltigkeit liegen.
Ihre Produkte sind für die Verbraucher nicht sichtbar und doch in fast allen Alltagsgegenständen enthalten – von Shampoo über Klebstoffe und Medikamente bis hin zu Düngemitteln. Die Erwartungen an Chemieunternehmen als drittgrößte Industrie in Deutschland sind hoch: Einerseits soll die Branche selbst klimaneutral werden, andererseits bieten ihre Lösungen nachhaltige und klimafreundliche Antworten in allen anderen nachgelagerten Bereichen.
Die Treiber der Transformation sind hier der Einsatz von bio- oder abfallbasierten Rohstoffen, geschlossene Stoffkreisläufe im Einsatz und eine gesteigerte Energie- und Ressourceneffizienz in der Produktion. Verfahrenstechnische Durchbrüche in der Biotechnologie und bei Katalysatoren ermöglichen einstufige Materialumwandlungen mit deutlich geringerem Energieverbrauch. Die dezentralen und kundenorientierten Produktionsmöglichkeiten auf Mikroanlagen mit weniger Transporten eröffnen weiteres Potenzial.
Darüber hinaus ist eine stärkere Sektorenkopplung ein wichtiger Hebel: Unternehmen setzen auf Strom aus Sonne und Wind für die Eigenversorgung, die Erzeugung von Prozesswärme (z. B. Power-to-Heat) und die Produktion von “grünem” Wasserstoff (Power-to-Gas). Elektrolyse treiben sie nicht nur die Dekarbonisierung in der Chemische Industrie voran, sondern stimulieren auch die Energiewende. Unternehmen der Branche gehen das Thema Nachhaltigkeit von zwei Seiten an: zum einen als Impulsgeber für nachhaltigere, nachgelagerte Wertschöpfungsketten, zum anderen als Verantwortliche für die eigene Klima- und Kreislaufbilanz sowie den Umwelt- und Gesundheitsschutz bei der Produktion. Kern ist die Transformation des bisher fossil basierten Produktportfolios und die Ausphasung vermeintlich schädlicher und gefährlicher Stoffe durch den Umstieg auf grüne und nachhaltige Enabler-Lösungen. In der Landwirtschaft gilt es, den Trend von Monokulturen und industrieller Landwirtschaft, die auf dem übermäßigen Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln basieren, umzukehren. Das Plastikproblem in Flüssen und Meeren muss ebenso angegangen werden wie die Vermeidung von schädlichen Chemikalien, die in der Umwelt schwer abbaubar sind. In keiner anderen Branche ist der Wandel von “Do less harm” zu “Do more good” so zentral wie in der Chemische Industrie. Dieser Umbruch eröffnet auch Raum für “Green Chemistry”-Innovatoren, die digitale Möglichkeiten und Big Data nutzen, um schnellere und nachhaltigere Lösungen zu finden. Wie in anderen Branchen gilt es, den wirtschaftlichen Erfolg nicht mehr an ein rein lineares Produktmengenwachstum zu koppeln. Vielmehr muss Wert durch Produktwerte, zirkuläre Lösungen und digital unterstützte As-a-Service-Geschäftsmodelle geschaffen und mehr Wert geschaffen werden.
Die Branche umfasst beispielsweise die Herstellung von chemischen Rohstoffen, Chemiefasern, Kunststoffen, Düngemitteln und Pestiziden. Der Großhandel mit Chemikalien wird der Branche 40 “Chemikalien- und Werkstoffgroßhandel” zugeordnet.
EU-NACE-Klassen in der Branche
Sie sind sich nicht sicher, welche Branche die richtige ist? Ein Vergleich mit der detaillierten NACE-Klassifikation der EU sorgt für Klarheit.
NACE-Bezeichnung
20.12.0 – Herstellung von Farbstoffen und Pigmenten
20.20 – Herstellung von Schädlingsbekämpfungs-, Pflanzenschutz- und Desinfektionsmitteln
20.5 – Herstellung von sonstigen chemischen Erzeugnissen
20.60 – Herstellung von Chemiefasern
Registrieren Sie sich kostenlos, um zu prüfen, welche Unternehmen in der Branche enthalten sind.